Bauern der ErzeugerGemeinschaft stellen sich vor

Karl Wippenbeck

Karl Wippenbeck ist kein Landwirt sondern Bauer – das ist dem Milchbauern aus Loiching wichtig. Zusammen mit seiner Frau Karin und Tochter Andrea versorgt er täglich in seinem Milchviehbetrieb rund 200 Rinder.  Und dabei beginnt der Tag bereits in den frühen Morgenstunden. Das Melken ist „Chefsache“ für den dreifachen Familienvater. Doch alle Wippenbecks sind wohl das, was man unter Rinderbauern mit Leib und Seele verstehen würde.  Denn neben der liebevollen Kälberaufzucht durch Tochter Andrea, packt auch Karin Wippenbeck  insbesondere bei der Fütterung  täglich auf dem circa 80ha großen Hof mit an.

Regionalität und Nachhaltigkeit zentrale Bausteine des Wirtschaftens

Nachhaltiges Wirtschaften ist auf dem Hof der Wippenbecks das zentrale Ziel. Der Familienbetrieb – 1960 vom Vater mit acht Kühen, und ursprünglich als Schweinemastbetrieb gedacht, gegründet – legt schon bei der Zucht besonderen Wert auf Langlebigkeit der Tiere. Die Gesundheit und das Wohl der Tiere stehen im Mittelpunkt und dieses Gebot wird von Generation zu Generation weitergeben. Denn als sich 1965 der Vater auf die Milchviehhaltung fokussierte, war er gleichzeitig auch ein Vorreiter in Sachen zeitgemäßer Rinderhaltung, indem er einen der ersten Laufställe in Bayern baute.

In enger Zusammenarbeit mit dem Hoftierarzt wird regelmäßig der Gesundheitszustand des Rinderbestandes kontrolliert. Dazu gehört aber auch die tägliche Beobachtung der Tiere, um sofort auf Veränderungen zu reagieren. Ursachen beseitigen statt Symptome zu behandeln, ist die Philosophie auf dem Hof. Damit soll den Tieren ein möglichst naturbelassenes Leben ermöglicht werden. So auch bei der Fütterung. Denn die Produktion des Futters geschieht fast ausschließlich auf den familieneigenen Ländereien und wird einer regelmäßigen Qualitätskontrolle unterzogen – egal ob: Gras- und Mais-Silage, Getreideschrot oder andere Futtermittel.

Mit Leidenschaft und Hingabe für seinen Beruf

Die Liebe zu seinen Tieren, die im Durchschnitt etwa 10 Jahre auf dem Hof der Wippenbecks verbringen, lebt der Bayer bis zuletzt. Denn wenn man ihn fragt, ist er es seinen Tieren schuldig, sie auch auf ihrem Weg zum Schlachthof zu begleiten. Behutsame Transportverfahren und kurze Strecken sollen dabei den Stress der Tiere reduzieren.  Aus diesem Grund ist der zuständige Schlachthof auch nur 58km entfernt.

Die Leidenschaft für seinen Beruf bringt der  aktive Feuerwehrmann ebenfalls in verschiedenen Gremien und Vorständen der Milch- und Fleischwirtschaft, wie beispielsweise

dem Milcherzeugerring, der Milchvermarktung Freising und der ErzeugerGemeinschaft Südostbayern eG, ein. Zudem ist es der gesamten Familie eine Herzensangelegenheit, jungen Generationen das authentische Bild eines traditionellen aber auch modernen landwirtschaftlichen Betriebs zu vermitteln, was sie unter anderem  mit verschiedenen Angeboten für Schulklassen und Ferienaktionen tun.